Dienstag, 10. September 2013

I want to see you sweat...

Na, von wem stammen diese geradezu legendären Worte?
Kleiner Tipp: Es geht weiter mit: "I said, I want to see you sweat!"

Naaa????
Okay, jetzt muss es aber klar sein, denn so dann hört man "Hyper, Hyper!".

Jepp genau, heute möchte ich ein wenig über Scooter sinnieren.
Wer hätte damals, anno 1994, gedacht, dass man knapp 20 Jahre später immer noch von Scooter spricht und ein gewisser H.P. Baxxter sogar in Castingshows auftaucht (mal abgesehen davon, dass mit dem Begriff 'Castingshow' vor 20 Jahren niemand hätte etwas anfangen können)?
Wohl niemand.

Während Texte wie "Move your ass" oder "How much is the fish?" eher in eine nicht sonderlich niveauvolle Richtung tendierte (aber der Beat stimmte trotzdem!), muten Texte wie "The question is: What is the question?" oder "The chase is better than the catch" geradezu philosophisch an.

Und zweifelsfrei ist Scooter wohl die erfolgreichsten Dance-und Techno-Formation aller Zeiten.
Ein Live-Gig von ihnen ist einfach der Hammer.
Ich finde, dies kommt "im Kleinen" schon im Video von "Hyper, Hyper" zum Ausdruck. Denn ein paar 90er-Jahre-Partybilder aus einem Club - damals noch nicht in Riesenstadien - sind dort zu sehen.
Neben den interessanten Computeranimationen samt Einblendung der von H.P. zitierten DJs.

Übrigens, damals war ich richtiggehend stolz darauf, wenn ich wieder einmal einen der genannten Techno-"Stars" musikalisch kennenlernte. es gab mir das Gefühl, "eine von ihnen" zu sein.


Auch heute kann ich all die Djs auswendig, die dort genannt werden. Da soll noch jemand sagen, Techno sei textlos. Versucht einmal, alle mitzusprechen - dann ist man schon beschäftigt.
Wie dem auch sei, hier das Video zum kommerziellen Start Scooters.

Und als alter Fan von Miss Marple natürlich auch noch "Back in the UK" LUV IT!

Montag, 2. September 2013

Trash? Mir doch egal ;)

Im gleichen Urlaub anno '92 lernte ich ein Lied kennen, dessen Sounds und deren Komposition mich ebenfalls absolut in Beschlag nahm: "Rhythm is a dancer".
Mit Snap begann eine Ära, die nicht zu stoppen war:
Eurodance war geboren. Eurodance samt seines ganz einfachen, aber wirkungsvollen Konzepts: Man nehme eine hübsche Sängerin, die für die Vocals zuständig ist sowie einen farbigen Rapper, der für den HipHop-Part sorgt sowie elektronische Melodien samt einer recht hohen Zahl von BpMs und fertig ist der Hit.


Es entstanden unzählige dieser Acts, die mal mehr, mal weniger erfolgreich waren und dem Vorbild Snaps folgten: Culture Beat, Mr- President, Pharao, Fun Factory, Captain Jack, La Bouche, Capella, Captain Hollywood Project, Magic Affair und und und....

Ein Act packte mich damals aber ganz besonders, was vielleicht auch mit dem Umbruch in meinem Leben zusammenhing: Als ich die Grundschule verließ und aufs Gymnasium ging, sozusagen "erwachsen" wurde, war "No limits" von 2unlimited geradezu ein Lebensmotto.
Der Song, der dem klassischen Eurodance-Konzept folgte, ließ mich nicht los: Gesang, harte Beats, eine eingängige Melodie und Rap. Das fand ich als Zehnjährige einfach nur 'cool'.


Auch in den Folgejahren fand ich eigentlich jeden Song des niederländischen Duos klasse. Und auch wenn es heute als absolut  "trashig" dargestellt wird, stehe ich dazu, Eurodance zu lieben.


Übrigens: Wenn ich heute mit meiner Grunschulklasse Bewegungspausen zu genau diesen Songs mache, packt diese das genauso wie mich damals....

Übrigens gibts das Duo auch heute noch und sie haben sich gar nicht so verändert:



Sonntag, 1. September 2013

Ein Hoch auf die 90's

Als ich neun Jahre alt war, begab ich mich auf eine Sommerferienreise in den hohen Norden.
Jeden Abend fand im Partyraum der Jugendherberge eine Jugenddisko statt. Für ein Mädchen für mich war es aufregend, dorthin zu gehen.
 

Es war das Jahr 1992.
Ich trat in die "Disko" und hörte Sounds, die mir bis dahin schier unbekannt waren, mich aber sofort packten. Vor mir tanzten ein paar Jugendliche mit Gummihandschuhen und Gasmasken im Gesicht zu diesen packenden Beats.
Sie sahen durchaus erschreckend aus, doch sie machten mir keinerlei Angst. Ganz im Gegenteil: Dieses ganze Flair faszinierte mich. Doch vor allem dieses Lied, das gespielt wurde:
Es war "Das Boot" von U96, das mein Leben entscheidend prägte.


Damit begann alles.

Gefühle, die ich noch nicht kannte, kamen in mir hoch: Diese Mischung aus Sehnsucht, Glück und das Gefühl, zu traümen, in einer anderen Welt zu sein.
All dies begleitet mich bis heute.


Und genau deshalb möchte ich diesen Blog nutzen, die 90's samt ihrer Dance- und Technohits, samt ihrer Raver und Modesünden, hochleben zu lassen.

Denn ich stehe dazu, dass meine Helden nicht die Backstreet Boys, Take That, die Kellys etc. waren, sondern Marusha, ATB, Snap usw.
Der Sender VIVA prägte mich absolut. Er lief unentwegt und zu Beginn stellte ich meinen kleinen Kassettenrecorder vor den Fernseher, um "mäßig gute" Aufnahmen zu haben: Später saß ich samstagsabends vor meiner Anlage und nahm den "1Live Partyservice" auf.
Ach, ich werde ganz sentimental bei diesen Erinnerungen.


Ich stehe dazu und hoffe, dass es da draußen noch andere meiner Gattung gibt.

Beginnen tu ich mit diesem Video, da es ein Thema behandelt, das die 90's und vor allem mich selbst prägte. Dass es 2010 durch die schrecklichen Geschehnisse in DUisburg eine andere Bedeutung erhielt, war mir damals nicht klar.
Denn für mich war klar: Irgendwann werde ich auch sagen: "Meet ME at the loveparade". :)

Viel Spaß!